HMT 2026 – Mein Messebericht

Saisonstart mit Hindernissen: Die Anreise

Der Plan klang eigentlich simpel: Mit der Bahn und der U-Bahn entspannt nach Hamburg zur HMT 2026 – Norddeutschlands größter Motorradmesse – und das ganz ohne Stress. Doch mal wieder machte ein Streik einen Strich durch die Rechnung, also kurzerhand ins Auto umgestiegen. Das eigene Motorrad? Leider keine Option – Saisonkennzeichen lässt grüßen. Die Fahrt bis zur Abfahrt Stellingen lief noch einigermaßen ruhig ab, sieht man vom Dauerregen ab. Danach dann das klassische Hamburg-Erlebnis: dichter Stau auf dem letzten Stück.

Parkplatz und Eintritt: Teures Vergnügen schon vor der Tür

Nach einiger Sucherei war dann doch ein Parkplatz gefunden – für stolze 17,00 Euro. Dazu kam der Eintritt an der Tageskasse mit 20,00 Euro. Wer es günstiger haben möchte: Online gibt es Tickets bereits ab 19,00 Euro, ermäßigte Karten für Studenten, Rentner und Schüler ab 16 Jahren sind sogar noch günstiger – allerdings ausschließlich im Online-Shop erhältlich. Kinder bis 15 Jahre kommen in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos rein. Noch ein praktischer Hinweis: Auf dem Messegelände gibt es keinen Geldautomaten und nicht jeder Aussteller akzeptiert Kartenzahlung – also lieber etwas Bargeld einpacken. Für mich hieß es jedenfalls: fast 40 Euro weg, bevor ich auch nur einen Schritt auf die Messe gesetzt hatte.

Volle Hallen: Die HMT 2026 zieht die Massen an

Die HMT feierte in diesem Jahr ihre 31. Ausgabe, und der Andrang war entsprechend. Es war supervoll – zeitweise wirklich eine Herausforderung, überhaupt nah an die Motorräder heranzukommen. Über 450 Aussteller verteilten sich auf mehrere Hallen und boten ein breites Spektrum rund ums Bike. Wer Zeit mitbrachte, kam aber trotzdem auf seine Kosten.

Auffällig war auch das große Food-Angebot in den Hallen – ein Umfang, der mich ehrlich gesagt etwas überrascht hat. Gastronomie gehört mittlerweile zum festen Bestandteil der Messe, eine zünftige Biergarten-Atmosphäre in den Hallen lädt zum Entspannen ein – was bei dem Gedränge durchaus willkommen ist.

Bikes: Etablierte Marken und spannende Newcomer

Neben den großen, bekannten Marken waren es vor allem die Motorräder, die man auf der Straße noch selten sieht, die mich am meisten fesselten. Hersteller wie CFMoto und Benda zeigen deutlich, dass die asiatischen Marken den deutschen Markt fest im Blick haben – und mit ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis durchaus ernstzunehmende Konkurrenz für die etablierten Platzhirsche darstellen. Ich glaube, dass sich hier wirklich gerade etwas verändert in der Branche.

In Halle B4 präsentierten sich Marken wie Indian, Suzuki, Triumph und Can Am, ergänzt durch eine Street Bike Show, die für zusätzlichen Eyecandy sorgte.

Bekleidung und Zubehör: Für jeden was dabei

Wer sich neu einkleiden wollte oder musste, war auf der HMT wie immer richtig aufgehoben. An einigen Ständen gab es durchaus attraktive Preisangebote zu entdecken – es lohnte sich, die Augen offenzuhalten. Auch im Zubehörbereich wurde ordentlich was geboten: von Reisegepäck über Helme bis hin zu Zubehör für Actioncams war so ziemlich alles vertreten, was das Biker-Herz begehrt.

Motorradreisen: Ausbaufähig

Ein kleiner Kritikpunkt: Ich habe nur zwei Stände entdeckt, die sich dem Thema Motorradreisen gewidmet haben. Laut offiziellem Programm gehören Reiseangebote und geführte Touren eigentlich zum festen Konzept der HMT – vielleicht habe ich bei dem Gedränge den ein oder anderen Stand schlicht übersehen. Hier wäre aus meiner Sicht noch Luft nach oben.

Clubs und Community: Kontakte knüpfen leicht gemacht

Wie auf jeder HMT waren auch 2026 wieder zahlreiche kleine und große Vereine und Biker-Communitys auf der Clubmeile vertreten. Die Clubmeile bietet einen Einblick in das Clubleben engagierter Clubs und ist besonders für alle, die neu in der Bikerszene sind, eine echte Goldgrube. Kontakte knüpfen, Gleichgesinnte treffen, vielleicht sogar seinen zukünftigen Tourenpartner finden – das geht hier locker von der Hand.

Action pur: Stunts und Custom-Show

Was ich in meinem Rundgang nicht missen wollte: Die Aktionshalle B5 bot atemberaubende Stunt-Vorführungen mit zwei Motorrädern gleichzeitig, Freestyle-Motocross mit Sprüngen bis zur Hallendecke sowie Supermoto-Läufe und Quad-Parcours. Und in Halle B3 lockte die HMT Bike Show mit Custom-Bikes und innovativen Umbauten – ein echter Hingucker für alle, die Individualität auf zwei Rädern schätzen.

Bonus: Die Hamburger Tattoo Tage

Ein Novum, das viele vielleicht noch nicht auf dem Schirm haben: Parallel zur HMT finden in Halle B1 die Hamburger Tattoo Tage mit über 200 Künstlern aus den Bereichen Tattoo und Körperschmuck statt – und das Ticket gilt für beide Messen. Ob das zum Charakter einer Motorradmesse passt, darüber lässt sich streiten. Für viele Biker dürfte es aber ein willkommenes Extra sein.

Fazit: Gelungener Saisonauftakt – auch ohne Moped

Unterm Strich war die HMT 2026 wieder einmal interessant und vielschichtig. Trotz vollem Haus, Parkplatz-Stress und dem ein oder anderen Wermutstropfen (hello, Saisonkennzeichen) war es ein gelungener Auftakt in die neue Saison. Man nimmt Inspirationen mit, sieht alte Bekannte wieder und bekommt Lust aufs Fahren – was will man mehr von einer Motorradmesse?

Einen kleinen Video-Rundgang über die Messe findet ihr weiter unten – die Qualität bitte nicht zu streng beurteilen, das war mein erster Versuch!

Die Linke zum Gruß – und bleibt oben! 🤘

„Kleiner Hinweis zum Schluss: Das Bild in diesem Artikel ist KI-generiert, das Video stammt jedoch von mir persönlich und gibt einen authentischen Eindruck der Messe.“


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